Diabetische Retinopathie

Die diabetische Retinopathie ist eine Erkrankung der Netzhaut, welche durch die Zuckerkrankheit Diabetes mellitus verursacht ist. Bei dieser Erkrankung entstehen Veränderungen in der Netzhaut in Form von Schädigungen kleiner Blutgefäße (Mikroangiopathie), welche zu Netzhautblutungen und Gefäßausstülpungen und Gefäßneubildungen führen können. Die neu gebildeten Gefäße wachsen mit der Zeit in den Glaskörper hinein und können in diesem Blutungen verursachen. Die zunächst symptomlosen Veränderungen verursachen keine Beschwerden und werden durch den Patienten nicht bemerkt – die Sehkraft lässt jedoch konstant nach.

Unabhängig davon kann es in fortgeschrittenen Stadien der diabetischen Retinopathie zu Veränderungen der Makula kommen, welche ein fortschreitendes Abnehmen der zentralen Sehkraft zu Folge haben.

Die diabetische Retinopathie ist eine der häufigsten Ursachen der Erblindung. Daher wird eine regelmäßige Untersuchung der Netzhaut empfohlen – je nach Stadium 1-4 Mal jährlich – um Veränderungen frühzeitig zu erkennen und rechtzeitig zu behandeln.